Aktuelle Informationen




report München vom 11.11.2014

Ergebnisse des Robert-Koch-Institutes über Antibiotikaresistene Keime aus der Börde!



Nächstes BUND Treffen in der Feuerwehr Stemmern:

13.11.2014   19 Uhr Bürgerinfoabend in der Altenweddinger Festhalle
29.11.2014   16 Uhr Lichterfest in Dodendorf

Außerdem zum Weihnachtsmarkt in Altenweddingen am 29.11.2014

Schloß Bahrendorf am 06.12.2014 ab 14 Uhr

und Weihnachtsmarkt Welsleben am 14.12.2014






"Ein Herz für Hühner"



Bitte erlauben Sie sich einen Moment, die Möglichkeit zu überdenken, von der geplanten Hähnchenmastanlage in Stemmern selbst betroffen zu sein.

Diese wird vom holländischen Investor Gerrit Tonkens zusätzlich zu der bereits bestehenden Milchviehanlage mit 350.000 Plätzen geplant für jeweil maximal 35 Masttage, d.h. ca 2,8 Mio. Tiere/Jahr !!!
(und wäre damit z.B. 20-fach so groß wie vergleichsweise die Altenweddinger Anlage)

Je Quadratmeter sollen 21 Tiere gehalten werden. Der massenhaft anfallende Mist wird auf einer Betonplatte von ca. 600m² ausserhalb bis zu 6 Monaten gelagert.
Unter Nutzung einer Biogasanlage soll der Mist dann als Dünger auf die Ackerflächen verteilt werden. Bei den anfallenden Mengen würde dies auf die gesamte Region verteilt bis ins Magdeburger Gebiet, also nicht nur Stemmern hinsichtlich aller Nachteile wie Geruch, Staub und Verkehr betroffen sein.

Bei der industriellen Tierhaltung müssen verstärkt Chemikalien z.B. bei der Endreinigung und auch Medikamente z.B. Antibiotika eingesetzt werden, die dann über den Dung ebenso auf die Äcker verteilt werden. Durch Wind gelangen diese als Luftpartikel dann noch bis zu 1,5km weiter und verunreinigen unsere Atemluft (Atemwegserkrankungen) und weitere "unbetroffenne" Flächen, z.B. Hausgärten.

Bedenken gibt es ferner bzgl. Überdüngung mit den anfallenden Mengen,
Geruchsemissionen (Ammoniak)
Belastung des Grundwassers
Belästigung durch Lärm, Abgase durch die entsprechend notwendigen Transporte
Werteverfall hiesiger Immobilien (bis zu 30%)
Gesundheitsgefährdung (Allergene, Milbenbelastung, Atemwegsprobleme)
Sinkende Lebensqualität (Nutzung von Freiflächen, Gärten, Wohnqualität)
Bedenkliche industrielle Tierhaltungspraxis

(Dicht gedrängt vegetieren die Tiere in riesigen Hallen. Viele Tiere sterben schon während der Mast. Die Zucht auf schnelles Muskelwachstum führt dazu, dass Beine, Herz und Lunge nicht mit dem extremen Fleischzuwachs Schritt halten können. Daher treten oft schmerzhafte Entzündungen und Verkrüppelungen der Beine auf.)

Entscheiden Sie selbst, ob Sie dennoch dem o.g. Vorhaben kritiklos abwartend beiwohnen möchten oder von der Möglichkeit der Einflussnahme gebrauch machen möchten.
Selbstverständlich wird es einer Bürgerinnitiative nicht leicht gemacht. Deshalb braucht es jede Stimme!