Einwendungsschreiben

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Absender:

 

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Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt

 

Dessauer Str. 70

06118 Halle/Saale

 

FAX: 0345/5141444

 

 

 

Einwendung gegen die Errichtung und Betrieb der Hähnchenmastanlage mit 350.000 Tierplätzen, Errichtung von 16 Futtersilos, eines Löschwasserbeckens (Vgrößer500qm), von zwei Reinigungswassersammelbehältern, eines Sanitärabwassersammelbehälters, eines Sozial- und Bürogebäudes, Aufstellen eines Heizöltanks (V=20.000l) sowie eines Kadavercontainers durch den Agrar und Milchhof Stemmern GmbH in 39171 Sülzetal OT Stemmern auf Gemarkung Bahrendorf Flur 6 Flurstück 35/5;35/6

 

 

Hiermit mache ich folgende Einwände gegen das Bauvorhaben geltend:

 

 

1. Die Unterlagen sind unvollständig, es fehlen Unterlagen insbesondere Kapitel 5 und 11.

 

2. Die Belastung der Anwohner und ihrer Gesundheit durch Emissionen / Immissionen (Gerüche, Keime, Ammoniak, Bioaerosole etc.) ist in den Unterlagen nicht ausreichend und zutreffend dargestellt. Es fehlt ein Gutachten, dass die befürchteten gesundheitsgefährdenden Keime nicht von der Anlage aus verbreitet werden, die über die Abluftschornsteine, über die zum Ort gewandten Ausfuhrtore der Ställe und letztlich durch die Tiertransporte selber als auch durch Kot - und Kadavertransporte.

 

Insbesondere sind die Wind-und Landschaftsverhältnisse zu wenig ortsspezifisch erfasst.

Typisch sind wegen der durch Agrarwirtschaft fast vollständig ausgeräumte Landschaft ( kaum Baumbewuchs) starke ungebremste Winde über große wenig wellige Landschaftsflächen bei hauptsächlich trockener Wetterlage (Regenschatten des Harzes). Die Verbreitung ist in Abhängigkeit der Windrate durch Verwirbelung weitertragender als die ermittelten Verbreitungswerte. Dies wird laut Aussage von Prof. Witte (RKI Wernigerode) allgemein unterschätzt.

Hier sind im Durchschnitt mehr Windbewegungen, weshalb auch eine hohe Anzahl von Windkraftanlagen in der Region installiert wurden.

 

Somit ist mit weiter Ausbreitung der keimbelasteten Stäube zu rechnen. Die ermittelten Abstandswerte sind somit viel zu gering und beinhalten auch nicht die dazu zu addierenden Emissionen bereits vor Ort vorhandener Anlagen wie der eigenen Milchviehanlage des Antragstellers von noch 1000 Milchkühen mit nur 500m Abstand und 700 Schweinen eines hiesigen Bauers in ca.1500m Entfernung sowie einer großer Kompostieranlage (Firma KBR aus Atzender) mit sehr starken Gerüchen und der Klärschlammgrube in der damit verfüllten ehemaligen Kiesgrube Bahrendorf in ca.1300 m.

 

Es fehlt ein aussagekräftiges Gutachten zur Keimbelastung durch Viren, Pilzen, Milben, Bakterien, multiresistenden Bakterien und Endotoxinen. Dem LVA Sachsen-Anhalt dürften entsprechende fachliche Untersuchungen zum Auftreten der besonders gefährlichen MRSA und ESBL-Keine in der Geflügelhaltung vorliegen, die u.a. vom Rober-Koch-Institut Wernigerode erfolgten.

 

Wegen der hohen Besatzdichte in den Ställen befinden sich die Tiere im Dauerstress, sodass deren Immunsystem stark geschwächt und der gehäufte Einsatz von Antibiotika systemimmanent wird.

So muss von resistenzerzeugenden massiven chemischen Selektionsdruck hin zur Entwicklung multiresistender Keime ausgegangen werden. Eine Kontaminierung von uns Menschen mit diesen MRSA und EBSL-Keimen und Endotoxinen erfolgt zum einen aus der Anlage heraus durch die Belüftungsschornsteine, durch die Tore beim Be- und Entladen von Mist und deren Transporte und die Tiertransporte und durch die Mitarbeiter der Anlage selbst. Wenn die Kottransporte nach Wolmirsleben entlang der 246a durch dicht an die Straßen besiedelte Wohngebiete und besonders zweier Kindergärten (in Stemmern und Altenweddingen direkt an der B246a gelegen) führen, sind Kontaminationen unausweichlich.

Dies ist in noch größeren Rahmen durch die Tiertransporte zu den Schlachthöfen gegeben, wenn die Tiere in der Endphase besonders gestresst vermehrt direkt auf den Transportfahrzeugen abkauten. Diese würden ebenso durch an der 246a gelegene Wohngebiete in Welsleben auf dem Zuwege zur und entlang der A14 geleitet, die gesamte Region kontaminieren. In Studien wurden auf nachfolgenden Fahrzeugen im Abklatschverfahren o.g. Keime nachgewiesen, sodass diese auf jeden Fall auch entlang der Transportrouten diese zu erwarten sein werden.

 

Geruchs- und Staubbelastung insbesondere Feinstäube führen bekanntermaßen zu Atemwegs und Magen-Darm-Erkrankungen. Die Magdeburger Borde leidet durch den Regenschattenn des Harzes oft unter Niederschlagsmangel. Ausserdem besteht Waldarmut und somit wenig Möglichkeit der natürlichen Luftreinigung. Insbesondere für Kinder und Ältere und chronisch Kranke ist dies unzumutbar. Milben sind oft Auslöser für allergische Beschwerden. Eine Durchsuchung von 1,2% der anwohnenden Bevölkerung wurde nachgewiesen (Prof. Witte, RKI Wernigerode). Menschen mit Abwehrschwäche infolge von Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus und Nierenerkrankungen haben dabei eine besondere Disposition sowie immunsuppressiv Behandelte, wovon es mehrere in der hiesigen Region (Kinder!!) gibt, wo bei Betroffenheit die Therapie zusammen brechen würde. Das ist mit der Fürsorgepflicht für diese Mitbewohner nicht vereinbar!! Auch bei normal Gesunden reichen kleine Verletzungen der Haut als Eintrittspforte aus, um zu einer schwer beherrschbaren Infektion mit diesen resistenten Keimen zu führen.

 

Hier Massentierhaltung zu betreiben ist aus medizinischer Sicht der Bevölkerung und der Umwelt nicht zu verantworten. Unseren Kinder sollten wir eine möglichst intakte Umwelt hinterlassen - mit gesunden und unvergifteten Böden als Ernährungsgrundlage. Die Magdeburger Börde als vegetationsarmes Gebiet hat es ohnehin schwer sich zu regenerieren.

Wegen multipler schädlicher Einflüsse und nicht mehr wegzudiskutierenden Klimaveränderungen müssen wir endlich beginnen, sorgfältiger mit unseren Lebensgrundlagen umzugehen und dieses Verantwortungsbewußtsein auch von den Genehmigungsbehörden und Kontrollgremien verlangen.

 

Der Antibiotikaeinsatz in der Massentierhaltung ist bislang kaum kontrollierbar. Es wird um Auskunft gebeten, wie eine ordnungsgemäße Entsorgung des mit Antibiotika versetzten Festmistes sichergestellt werden soll. Wenn darüber keine Angaben über Untersuchungen vorliegen, wäre wegen der daraus resultierenden erheblichen Gefährdung für die menschliche Gesundheit eine solche Anlage unzulässig.

 

Insbesondere die Einwohner von Welsleben wären doppelt betroffen durch befürchtete Tiertransporte als auch durch die vorherrschende Westwindrichtung. Belastungen relevanter Anwohner sind nicht erfasst. Eine Familie hat ihr Wohneigentum direkt an der Kreuzung der B246 a zur B71 in nur ca.600m Entfernung und in hauptwindrichtung wäre besonders stark belastet wie auch die Anwohner Stemmerns, deren Bebauung zur jetzigen Milchviehanlage in nächster Umgebung und zum geplanten neuen Hühnermaststall nur ca. 800m beträgt. Insbesondere in der Summation der Immissionsstandorte sind diese Abstände viel zu gering. Der Vorhabensträger muss aber die Beeinträchtigung ausschließen. Im Übrigen ist der Zustand der Einstreu auch für die

 

Schutzgut Bördeboden:

Das Schutzgut Magdeburger Bördeland ist hochwertig und vornehmlich für die Landwirtschaft zu erhalten. ist und Es besteht also ein raumordnerischer Konflikt,diesen nicht für die Massentierhaltung zu öffnen. Mit dem geplanten Bauvorhaben würden wiederum ausgedehnte Flächen für alle Zeit als erheblicher Eingriff großflächig versiegelt. Die Bauten aber werden keine langfristige Anschaffung werden. Wenn nicht durch die Unterlegenheit im Konkurrenzkampf wird spätestens durch die Aggressivität der Ammoniaks ein Bauvergang einsetzen, der als FeNo2 als "Rost" an eisenhaltigen Trägerstrukturen zu Versprödung und sinkender Stabilität führt.

 

Es wird befürchtet, dass durch die jahrzehntelange intensive Bewirtschaftung bereits eine Überlastung vorliegt. Vorbelastungen der hiesigen Schwarzerdeböden sind nicht bzw. unzutreffend berücksichtigt und deren Aufnahmekapazität nicht ermittelt worden. Die bislang erfolgte Ausbringpraxis der Güllemengen der Firma Tankens ist zu kritisieren, da von Dorfbewohnern beobachtet wurde, wie "seenartige" Abladungen erfolgten sogar unter Hinzumischung weitere Abfallmengen z.B. der Firma KBR als auch Hühnertrockenkotimporte aus Holland inclusive Tierkadavern.

 

Zu hohe Werte für Nitrat in privaten Brunnengewässern wurden bereits bis zum 5-fachen dokumentiert. Es muss auch auf die befürchtete Belastung mit Schwermetallen durch ausgebrachte Klärschlämme in der Vergangenheit hingewiesen werden.

Bevor weitere Ausbringungen erfolgen, sind entsprechende "Unbedenklichkeitsanalysen" bei zu bringen und ein Nachweis, dass auch die über die Emissionen aus den Abluftkaminen der Anlage selbst keine weiteren Berieselungen der Ackerflächen erfolgen.

Es muss befürchtet werden, dass die Firma Verschoor nur pro forma einen Abnehmervertrag unterzeichnete, aber die wirkliche Verwertung der zu erwartenden Mengen nicht qualifiziert vollumfänglich realisieren kann, sodass die Kotlieferungen wieder zurück auf hiesige Böden zu erwarten sind. Dem ist im Antragsverfahren deshalb nachzugehen.

 

Zu Lärmemissionen:

Es sind keinerlei Filteranlagen vorgesehen. Lediglich geräuschreduzierende Vorrichtungen für die Rotoren, sodass von weiterer Geräuschbelastung ausgegangen werden muss, die wir insbesondere für die Nachtzeiten nicht akzeptieren.

Weitere Lärmimissionen sind zu erwarten durch den Fahrverkehr und das Befüllen der Futtersilos.

 

3. Zuwegungen und Verkehrsströme

Die Ställe haben keine ausreichende bzw. keine ausreichend gesicherte Zuwegung bzw. Erschließung. Bislang gibt es nur als bereits sehr stark ausgefahrene einseitige Betonspurwege, die aber die erwähnte Anbindung an die B246 a nicht erreichen. Eine Erweiterung der Zuwegung durch die bereits vorhandene Milchviehanlage mit vorhandenem Anschluss an die 246a würde im Seuchenfall zur Kontaminierung der jeweils anderen Tierart führen können und wäre deshalb nicht zulässig.

 

Ausserdem wird befüchtet, dass die gerade durch Fördermittel wieder hergerichtete Bundesstraße 246a durch den massenhaften Transport mittels Großfahrzeugen wieder zerfahren wird. Es fehlt eine Aufstellung der zu erwartenden Tiertransporte für die monatlich 350.000 Masthühnern mit 6722 Tonnen pro Jahr zum Schlachthof, den 87 Tonnen (geplanten) Kadavern zur Firma "SecAnim" nach 39307 Mützen (bei Genthin) den Futtermitteltransporten von 384.000 kg Trockenfutter, den 17,4 Tonnen Einstreu und letztlich den 3840 Tonnen Mist als Hühnertrockenkot nach Wolmirsleben zur Firma "Verschoor". Diese Firmen haben kein Konzept beigelegt, wie sie mit den Mengen umgehen werden. Möglicherweise soll dadurch nur der Antragsteller aus der Verpflichtung genommen werden, damit er keinen Zusammenhang zur eigenen Anlage nachweisen muss. Der Abnahmebetrieb muss zum eigenen Betrieb hinzugerechnet werden, da es einen bedeutenden Anlagenbezug gibt sowohl als Betriebsnotwendigkeit als auch im räumlichen Zusammenhang.

 

Wurde zumindest der Bürgermeister von Wolmirsleben über diese zusätzlichen Kotmengen informiert?

 

Nirgendwo wird die Geruchsbelästigung ausserhalb der Anlage berücksichtigt. Es ist aber notwendig, diese als Vorbelastung und als Zusatzbelastung zu ermitteln und zusammengerechnet zu berücksichtigen. Tierkadaver sind trotz sog. artgerechter Haltung in Massen zu verzeichnen und ergeben wiederum eine Geruchsbelästigung. Die vorhandenen Kühlkontainer sind zur Aufnahme zu klein dimensioniert.

 

Der Transport bzgl. Umschlag des Kotes auf Anlagebereich an Kotübergabeflächen von Stall auf LKW und Abtransport ist als klassischer Vorgang zu werten, der mit einer Zusatzbelastung für die Bevölkerung einhergeht und bei der Emissionsberechnung mit einzufliessen hat.

Wo entlang sollen die Verkehrsströme gelenkt werden? Welche Fahrzeuggrößen sind zu erwarten? Wieviel Verkehr ist bislang bereits durch die Mitarbeiter und die landwirtschaftlichen Fahrzeuge gegeben?

 

3. Mangelnde Zuverlässigkeit im Einhalten von Rechtsvorschriften

Es muss befürchtet werden, dass es sich wiederholt, was in der Vergangenheit (nachweislich 2002) bereits geschah: dass große Mengen an Hühnertrockenkot in unerlaubter Art einfach regional abgekippt wurden, was einen wochenlangen unerträglichen Gestank um Bahrendorf und besonders Dodendorf in Erinnerung bringt. Die Behörden zeigten sich als handlungsunfähig. Erst durch massiven Protest der Bevölkerung mittels Presse konnte eine Besserung des Zustandes erreicht werden. In Stemmern kam es wiederholt (1995)zu fälschlichen Einleitungen von Desinfektionsmitteln aus der Milchviehanlage in den daran entlangführenden Kalte-Tal-Graben und von dort aus in den örtlichen Biotop des Stemmerner Teiches mit unwiederbringlichen Auswirkungen auf die dortige Fauna und Flora.

 

 

 

4. Der Wert von Immobilien sinkt, da niemand in der Nähe solcher Ställe wohnen will und die Immobilien nicht ohne starke finanzielle Verluste zu verkaufen sind, abgesehen vom nicht zu vertretender Image -Verlust unserer gesamten Region. Die Immissionen durch die Lagerung in Wolmirsleben bei der Firma "Verschoor" müssen ebenso berücksichtigt werden für die dortige Bevölkerung wie für die benachbarte Ortschaft Altenweddingen

 

5. Tierhaltungsrelevante Aspekte

 

Der Stallbau beinhaltet systemimmanent die Tatsache, dass die Tiere während der gesamten Mastzeit – auf ihrem eigenen Kot stehen, sodass regelhaft 70 – 100 % der Tiere an Fußballen-Dermatitis erkranken werden. Dies ist mit dem Tierschutzgesetz und den daraus abgeleiteten Verordnungen und Bestimmungen nicht vereinbar, auch nicht mit den Vorgaben der EU und den Berichten der EFSA/AHAW.



6. Bei der geplanten Auslegung der Ställe und seinen Ausmaßen muss befürchtet werden, dass eine ordnungsgemäße Luftzu- und Abfuhr insbesondere in Tagen großer Hitze nicht gewährleistet ist. Die errechneten Werte von 9 x 42.000 Kubikmetern/ Stunde, insgesamt 378.900 Kubikmtr./Std. an Ammoniak, Geruch und Staub über 24 Stunden am Tag würde eine gewaltige Wolke über der Anlage aufbauen, die je nach Windrichtung zu den Dörfern Welsleben und/oder Dodendorf und/oder Sülldorf und/oder Bahrendorf und/oder Stemmern transportiert würde und entsprechend darüber hinaus. Es muss befürchtet werden, dass bei stärkeren Winden aus der vorherrschenden Westrichtung auch die für sein Solbad bekannte Region um Schönebeck betroffen wäre, da hinter Welsleben die Landschaft zur Elbe hin höhenmäßig stark abfällt.

 

Brandschutz

Die mit dem Brandschutz verbundenen Anforderungen sind nicht erfüllt. Hinsichtlich des Löschwassers ist in Stemmern ohnehin ein absoluter Mangel festzustellen. Die Löschwasssermengen snd nicht korrekt berechnet und es ist völlig unklar, woher die erforderlichen Mengen Löschwassers im Ernstfall kommen sollen. Der Löschteich ist mit 500 qm zu klein bemessen und für Löschfahrzeuge kaum zu erreichen. Die Folieneindeckung ist nicht erlaubt und eine Regenwasserfüllung nicht zulässig wegen der zu erwartenden Verschlammung , was die Geräte unbrauchbar machen würde und wegen unkalkulierbarer (natürlicher) Befüllungsstände.

Die Zuwegung ist über die schmalen Betonstreifen insbesondere im Einsatzfall völlig unzureichend. Ein Ausweichen bei entgegenkommenden Fahrzeugen wäre nicht möglich. Bislang ist keine direkte verkehrliche Anbindung für Löschfahrzeuge gegeben. Die Einsatzkräfte könnten also nicht schnell genug am Einsatzort sein.

   Die örtlich verantwortlichen Feuerwehren wurden dazu bislang nicht befragt oder mit einbezogen.

 

Es fehlt das nach der Bauordnung erforderliche Brandschutz-Gutachten über die Rettung und Evakuierung der Tiere. Eine Evakuierung ist in den geforderten 4 Minuten nicht möglich. Eine Entrauchung durch die vorhandenen Lüftungseinrichtung ist ebenso undenkbar. Es muss also im Brandfall mit einem Totalausfall sprich zu 100% verendete Tiere zu rechnen sein. Die diesbezüglichen Versicherungsunterlagen des Antragstellers werden vermutlich entsprechende Angaben darüber enthalten. Anmerkung: bislang steht der Feuerwehr noch nicht einmal entsprechendes Gerät zur Verfügung zur Beherrschung der bereits in Betrieb befindlichen Biogasanlage mit der beachtlichen Leistung von 1,343 MW auf dem Betriebsgelände des Antragstellers in unmittelbarer Nähe der geplanten Anlage. Es muss also daraufhingewirkt werden, dass der Antragsteller verpflichtet wird, eine eigene für seine Belange ausgerüstete "Werksfeuerwehr" einzurichten.

 


 

 

 

Auch für den Fall des Versagens der Lüftungs- und Alarmanlagen ist keine ausreichende Vorsorge gegen das Verenden der Tiere getroffen.

7. Die Kontingentierung gem. Geruchs-Immissions-Richtlinie ist nicht berücksichtigt. Die Immissionsprognose ist unzureichend, weil im Ergebnis keine Filteranlagen empfohlen werden. Lachgas aus der Landwirtschaft ist wesentlicher Bestandteil des weltweiten Klimaproblems. Der Geruchsradius ist zu gering bemessen. Summationseffekte müssen besonders für Schutzgebiete mit naturschutzfachliche Fragen besonders konkret hinterfragt werden. Es reicht nicht aus, diese mit falschen Prognosen für Ammoniak mittels THLuft Emissionsfaktor laut Tieranzahl zu ermitteln. Entsprechend Kataster müssen Angaben für örtliche Faktoren herangezogen und als Summationseffekte einfliessen.

8. Das Vorhaben führt zu erheblichen Nachteilen der in der Region bäuerlich wirtschaftenden Betriebe und der Freiland-Geflügelhaltung. Es kommt zu einer bedeutenden Verdichtung im Rahmen der Tierhaltung, aber es gibt noch weitere Bauern, sodass diesen keine weiteren Standortöffnungen ermöglicht erden selbst bei akzeptierter und gewünschter kleinbäuerlicher Haltung.

Bei Seuchengefahr, die vom geplanten Betrieb ausginge, wären die vorhanden Tierhaltungsanlagen zusätzlich betroffen mit allen wirtschaftlichen Nachteilen bis hin zum Totalverlust.

Privatkleintierhaltung wäre ebenso betroffen wie auch Privatgärten, die von den belasteten Emissionen nicht geschützt werden können. Dies ist eine nicht zu vertretende Einschränkung für ein Leben im ländlichen Raum.


 

 

 

9. Das Vorhaben ist wegen fehlender Voraussetzungen weder nach § 35.1.1. noch nach § 35.1.4. BauGB zu privilegieren und auch nur, wenn öffentliche Belange nicht entgegenstehen. Der Gemeinderat hat sich mittels Beschluss einstimmig gegen die Errichtung der Anlage ausgesprochen.

 

Die Berechnung und Ermittlung der Futterflächen gemäß § 201 BBauGB ist nicht richtig. Die vorhandenen Milchviehbestände wurden nicht in die Berechnung der notwendigen Futtermittel und Flächen des Antragstellers mit einbezogen. Die Planung sieht zudem noch eine Erweiterung um Großvieheinheiten vor.

Die Größenordnung von 350.000 Tieren monatlich und einer Investitionssumme von 4,5 Mio Euro allein schließen eine Einschätzung als übliche Landwirtschaft von vornherein aus.Es müssen die Kriterien eines Gewerbebetriebes Anwendung finden.

Zudem muss ein Raumordnungsverfahren durchgeführt werden, denn die flächenmäßige Ausdehnung ist erheblich.



10. Biotope

Die Auswirkungen der Emissionen und N-Niederschläge auf benachbarte Biotope sind nicht ausreichend berücksichtigt. Insbesondere wird die Bedeutung der kleinen Biotope in Ortsnähe Stemmerns wie der Stemmerner Teich, das Föhr, das Salzquellgebiet und verschieden Hecken und Baumreihen auch in Bahrendorf als Erholungs- und Freizeitquell für die Bevölkerung nicht angemessen bewertet und in der vorliegenden ausgeräumten vorherrschend agrarisch benutzten Landschaft keine weiteren Alternativen vorhanden sind.

Eine weitere Verschiebung der Artenzusammensetzung wird in Kauf genommen. Es muss die Liste der stickstoffempfindlichen Biotopbestandteile für gesetzlich geschützte Biotope Anwendung finden. Geschützte Strukturmerkmale sind weiterhin die Streuobstwiese, die mit öffentlichen Fördermitteln errichtet wurde, sowie die Rekultivierungsmaßnahme der ehemaligen Kiesgrube und Mülldeponie sowie Strauchhecken, bei denen der Grenzwert von 10 mikrogramm/kubikmeter Ammoniak gelten und bei Überschreitung eine Veränderung des Biotops eintritt. Leider hat es in der Vergangenheit (1995) nachweislich bereits 2x Einleitungen von Desinfektionsmitteln vom Antragsteller gegeben, die bereits unwiederbringliche Auswirkungen hatte.

Desweiteren wurden in diesem Frühjahr bereits im Vorwege die windbrechenden Begleitbewüchse der Betonstreifen radikal eingeschnitten, um die Großtransporte ungehindert passieren lassen zu können dergestalt, dass nicht nur Büsche gekürzt sondern ganze Bäume abgesägt wurden.

 

Eine regelmäßige Besiedelung der Region mit Feldhamstern wurde bereits empfindlich gestört und ohne 11. Durch die Hinzuführung von Futtermitteln wird ein unausgewogenes Nährstoffverhältnis im Sinne von Konzentration auf die hiesige Region erwartet.

Womöglich werden dazu Importe sogar aus Drittländern wie Soja aus Lateinamerika oder Afrika erfolgen, sodass dadurch Hunger in diesen Ländern mit zu verantworten wäre.

 

12. Wasserkreislauf

Es wird befürchtet, dass es durch den beträchtlichen Wasserbedarf der Anlage zu Engpässen kommen könnte. Es muss mit weiteren klimatischen Veränderungen gerechnet werden, die zusätzlich Auswirkung auf die ohnehin trockene Region befürchten lässt. Eine weitere Verschlechterungg des Grundwasserangebotes muss unbedingt ausgeschlossen werden sowohl vom Pegel als auch von der Belastung durch Keime, Ammoniak und Medikamentenrückstände. Die Nitratgrenzwerte werden bereits um ein Mehrfaches überschritten.

Der Umgang mit den Reinigungsabwasser ist völlig unzureichend und wird in in seiner Bedenklichkeit unterschätzt. Nach der 35-tägigen Mast werden nach der Ausstellung die Kotmengen mittels Radlader aufgenommen. Die Fußböden werden danach mit Wasser gereinigt, gesammelt und auf die Ackerflächen verbracht. Gesundheitsgefahr in Form von multiresistenten Keimen aus. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die geplanten Stallanlagen für mich persönlich als AnwohnerIn direkt gefährlich sind. Daher kann die Anlage nicht genehmigt werden.

Da die Mastanlage ohne Filter errichtet werden soll, werden ständig Unmengen an pathogenen Keimen, schleimreizenden Luftpartikeln, giftigen chemischen Verbindungen, Viren und Pilzen wie auch hochallergener Geflügelmilbenkot über die Entlüftungsventilatoren (wie auch über die Entsorgungsflächen) aus der Anlage getragen und großflächig in der gesamten Region verteilt. Hinzu kommen Geruchsemmissionen, Lärm und Staub etc. Ich befürchte dadurch die Zunahme von Atemwegserkrankungen, nicht nur durch den Betrieb vor Ort, sondern auch durch Kot-, Tier- und Kadavertransporte durch die Gegend, durch die Fahrten zu den Schlachthöfen, etc. Bronchitis und Asthma sind in Massentierhaltungsgebieten extrem ausgeprägt, die Ökosphäre wird beschädigt.

Bei Kombination einer Filteranlage mit einer nachfolgenden UV-Desinfektion kann diese Reduktion auf 99% gesteigert werden. Bei einer Häufigkeit von MRSA pro m3 Stall-Luft im vierstelligen Bereich würde dies zwar eine sehr deutliche Reduktion bedeuten aber immerhin noch eine Immission pro m3 im zweistelligen Bereich. es ist im Genehmigungsfall also diese Filterung nach dem neuesten Stand der Technik zu verlangen und die regelmäßige Wartung zu kontrollieren.

Die Immissionsprognose wurde mithilfe von Daten zur Windrichtungsverteilung auf der Grundlage einer metereologischen Station in Magdeburg erstellt. Diese Daten sind viel zu unspezifisch und unsicher, um eine zuverlässige Prognose treffen zu können. Dazu wären mindestens Messungen vor Ort nötig,denn die Windrichtungsverteilungen können ja örtlich stark abweichen. Auch allgemein sind derlei Prognosen unzuverlässig, da die Windsituation auch zeitlich stark variieren kann. Mit Durchschnittswerten lässt sich allerhöchstens ein Durchschnitt berechnen, für den Immissionsschutz muss aber auch eine zeitweise Höherbelastung ausgeschlossen werden, da genau diese gesundheitsschädigend sein kann.

Immissionen relevant. In der Immissionsprognose ist ebenfalls von „trockener und sauberer Einstreu“ die Rede – da es eine solche Einstreu spätestens ab Mitte eines Mastdurchgangs nicht mehr gibt, sind die gesamten Immissionsprognosen hinfällig.

Die Ausstallung der Tiere soll sich über mehrere Tage erstrecken und auch in den Nachtstunden vorgenommen werden. Dabei ist davon auszugehen, dass es zu beträchtlichen Lärmbelästigungen der direkten AnwohnerInnen kommt und somit der Lärmschutz nicht ausreichend berücksichtigt wird.

In der geplanten Anlage sollen die 20,83 Masthühner pro Quadratmeter je 35 Tage gemästet werden. Die Besatzdichte beträgt dann laut Antrag bis zu 33,5kg/qm. Der wissenschaftliche Veterinärausschuss der EU-Kommission hat festgestellt: „Es ist nach den Untersuchungen zum Verhalten und zu Beinschäden klar, dass die Besatzdichte 25kg /qm oder weniger betragen muss, um größere Tierschutzprobleme weitgehend zu vermeiden, und dass es oberhalb von 30 kg/ qm selbst bei guten Klimakontrollsystemen zu einem starken Anstieg bei der Häufigkeit ernsthafter Probleme kommt.“ (EU-Kommission, 2000, Nr. 7.5.6, zitiert aus Christoph Maisack, „Tierschutzrecht“, in Grimm/Otterstedt (Hg.),

Nach eigenen Angaben des Antragstellers ist mit einem „Verlust“ von 3% der Tiere durch Tod während einer Mastperiode (35 Tage) zu rechnen, also 10.500 Tieren pro Durchgang; das sind etwa 300 pro Tag und 84.000 pro Jahr. Allerdings geht man in der wissenschaftlichen Literatur von einer Mortalitätsrate von bis zu 5 % in der Kurzmast aus. Wenn es zu diesen Verlustraten kommt, fallen fast doppelt so viele Kadaver an wie angegeben und folglich reichen die vorgesehenen Kadaver-Entsorgungs-Einrichtungen nicht aus. Der Seuchen- und Grundwasserschutz wäre damit nicht sichergestellt. Es ist aber höchst fraglich, wie der Antragsteller gewährleisten kann, dass die Mortalitätsrate unter den angegeben 3 % bleibt. Auch ist für eventuelle Krankheitsfälle die Entsorgung zu klären.

 

Laut Antragsteller ist ein „ständig trockener Aufenthaltsbereich der Tiere“ sichergestellt. Dabei wird der Stall nur zwischen den Mastperioden à 35 Tage gereinigt und dazwischen nur „im Bedarfsfall, unter Verwendung von handlichen Kleinballen, von Hand nachgestreut“. Fakt ist, dass laut Antrag 20,83 Hühner pro Quadratmeter über 35 Tage lang ihre Exkremente über dem Stallboden verlieren würden. Wie sollte da die Einstreu auch nur annähernd trocken bleiben? Was versteht der Antragsteller wohl unter „trocken“? Studien zufolge ist schon nach der Hälfte der Mast die Einstreu verkotet und durchgefeuchtet.

Es ist also sehr unklar, wieso nur im Bedarfsfall nachgestreut werden soll. Es muss außerdem geklärt werden, wann der Bedarfsfall besteht. Und wieviele handliche Kleinballen sind dabei pro Mastdurchgang einberechnet? Inwieweit tauchen diese auch bei der Stoffberechnung auf?

 

 

 

Kontrolle der Tiere

In der TierSchNutztV heißt es:

§ 4 Allgemeine Anforderungen an Überwachung, Fütterung und Pflege

(1) Wer Nutztiere hält, hat vorbehaltlich der Vorschriften der Abschnitte 2 bis 6 sicherzustellen, dass

1. für die Fütterung und Pflege der Tiere ausreichend viele Personen mit den hierfür erforderlichen Kenntnissen und Fähigkeiten vorhanden sind;

2. das Befinden der Tiere mindestens einmal täglich durch direkte Inaugenscheinnahme von einer für die Fütterung und Pflege verantwortlichen Person überprüft wird und dabei vorgefundene tote Tiere entfernt werden;

Im Antrag wird sogar behauptet, die Tiere würden zweimal täglich kontrolliert. Dafür sind je Stall täglich > 3 Arbeitsstunden vorgesehen; die Kontrolle soll zweimal täglich erfolgen. Das bedeutet, dass pro Tier und Kontrolle eine Zeit von 0,1 Sekunde aufgewandt wird. Wie soll in dieser Zeit die gesetzlich vorgeschriebene „direkte Inaugenscheinnahme“ angemessen vorgenommen werden?

Bei dem hier vorliegenden Brandschutzkonzept ist der Antragsteller von den gesetzlichen Mindestvorgaben ausgegangen. Die örtlichen Gegebenheiten, wie zum Beispiel die Ausrüstung der örtlichen freiwilligen Feuerwehr Stemmern und die katastrophale Löschwassersituation im Ortsteil Stemmern wurde nicht berücksichtigt.

Wenn ein Gespräch mit der Gemeindewehrleitung geführt worden wäre, hätte der Antragsteller bereits im Vorfeld erkennen können, dass an diesem Standort erhebliche Brandschutztechnische Probleme für eine derartige Ansiedlung bestehen. Um das Grundwasser vor kontaminiertem Löschwasser zu schützen, fordert die Feuerwehr eine Rückhalteeinrichtung für anfallendes Löschwasser größer 1.000m³

Nachdem im ursprünglichen Antrag das Brandschutzkonzept keinerlei Angaben zur Rettung der Tiere im Brandfall vorsah, wurde dies auf Anfrage der Behörde in einer Nachreichung ergänzt. Allerdings lässt schon das ursprüngliche Fehlen vermuten, dass kein besonderes Interesse an einer Einhaltung der Vorschriften zur Tierrettung besteht. Die Bauordnungen der Länder gebieten allerdings, dass aus Gebäuden die Menschen und auch die Tiere in ca. 30 Minuten evakuiert werden können. In der Nachreichung wird nur angegeben, dass die gerade vor Ort tätigen Personen die Türen sowie das Tor in den Außenwänden des betreffenden Stalles öffnen und die Tiere hinaustreiben sollen. Es wird zugegeben, dass nicht sichergestellt werden kann, dass alle Tiere gerettet werden können. Völlig sicherstellen lässt sich so etwas freilich nie. Es sollte aber klar sein, dass ein Stall mit 50.000 dichtgedrängten, gestressten, zu Mastende hin körperlich geschädigten und bewegungseingeschränkten Vögeln die denkbar schlechtesten Voraussetzungen für eine Rettung im Brandfall bietet. Es liegt daher eindeutig ein Konflikt mit der Bauordnung vor.

Brandschutz Tiere

Zusätzlich ist vom Antragsteller nichts dazu angegeben, wie die Rettung zu Zeiten von statten gehen soll, zu denen gerade keine Personen vor Ort tätig sind – aus dem Antrag geht allerdings hervor, dass nicht 24 Stunden, sondern nur neun Stunden pro Tag Personal vor Ort ist, denn die Arbeitsschichten sind nur für tagsüber 7 bis 16 Uhr angegeben. Ein Brand kann allerdings jederzeit ausbrechen. Es ist davon auszugehen, dass in diesen Zeiten zehntausende von Tieren in den Ställen verbrennen würden. Es gibt also für über die Hälfte der Zeit keinerlei Konzept für die Tierrettung. Was dies für Effekte auf den Seuchen- und Immissionsschutz hätte, sollte ebenfalls vor der Genehmigung der Anlage geprüft werden.


 

Die Angaben zum Tierseuchenschutz sind nicht ausreichend, um die Sorge auszuräumen, dass von den Anlagen mit 350.000 Tieren eine erhöhte Seuchengefahr ausgeht, die auch Gefahren für Menschen sowie sogenannte Wild- und Haustiere birgt. Insbesondere ist zu klären, wie die Seuchengefahr bei der Ausstallung der Tiere gebannt wird, bei der die Stalltüren eine gewisse Zeit geöffnet sein müssen – wie kann hier verhindert werden, dass zum Beispiel Wildvögel in die Ställe hinein- und mit Krankheitserregern wieder hinausgelangen?

Ausgleichsmaßnahmen übergangen.

In nächster Nähe zum Vorhabenstandort befinden sich FFH- und Naturschutzgebiete, die durch die geplanten Anlagen in Mitleidenschaft gezogen würden. In Anbetracht der allgemeinen Gefährdung der Natur durch verschiedenste, auch nicht näher berechnete Faktoren in Stadt und Land ist es nicht ausreichend, anhand einer immer fehleranfälligen Prognose die voraussichtlichen Immissionen der Anlage zu berechnen und mit bestehenden Grenzwerten zu vergleichen. Um die wenige verbliebene Natur angemessen zu schützen, müssen möglichst alle zusätzlichen Gefährdungen ausgeschlossen werden – sofern es keine zwingenden Gründe für sie gibt. Der Grund für den Bau der beantragten Hühnermastanlagen ist allein das Profitstreben der beteiligten Unternehmen.

Im Antrag heißt es, das in den Ställen anfallende Reinigungsabwasser würde auf landwirtschaftlichen Nutzflächen ausgebracht. Es soll sich um 1.400 Kubikmeter handeln. Es handelt sich aber um stark mit Keimen belastete Kotreste inclusive derer von verendeten Tieren. Eine anschließende Desinfektion der Ställe ist deshalb auch vorgesehen. Wo verbleiben letztlich auch noch diese chemischen Stoffe? Welche Schad- und Gefahrenstoffe sind in diesem Wasser enthalten und inwieweit geht davon eine Gefahr für Umwelt, Wildtiere und Menschen aus? Auf welche Flächen soll wieviel von diesem Wasser ausgebracht werden? Werden die dabei geltenden Grenzwerte eingehalten? Insbesondere müsste dabei miteinbezogen, welchen zusätzlichen Belastungen das jeweilige Gebiet ausgesetzt ist.

Es ist doch davon auszugehen, dass dieses Reinigungsabwasser sowohl hohe Mengen an Gülle als auch die darin enthaltenen Schadstoffe, zusätzlich auch verschiedenste Keime, Antibiotikarückstände etc. pp. enthält.Ohne genaue Angaben zur Belastung und Verbleib dieses Wassers ist die Anlage sich nicht genehmigungsfähig.


 

 

 

13. Arbeitsplätze

Es ist von 2-3 Arbeitsplätzen die Rede. Diese menschen sind den Belastungen direkt ausgesetzt, da sie während der gesamten Arbeitszeit sich in den Ställen aufhalten müssen, um die Tiere zu kontrollieren und die verendeten Tiere per Hand in Eimern heraus zu tragen und den Kadaverbehältern zuzuführen. Es erscheint unmöglich, dass dies mit dieser geringen Menge an Mitarbeitern möglich ist. Das arbeiten unter Schutzmaske erfordert längere Erholungspausen insbesondere in heißen Klimabereichen, wo ohnehin mit einer höheren Kadaverzahl zu rechnen sein wird wie auch zum Ende einer jeden Mastperiode, wo die Tiere ohnehin stark anfällig sind durch die Enge und die Auswirkungen der Zucht auf zu schnelles Muskelwachstum, das nicht im Verhältnis zum Herzwachstum steht. Ausserdem ist auch den Arbeitern durch die Enge dann nur erschwert der Durchgang möglich.

Diese Arbeitsplätze sind unzumutbar, da die Menschen direkt den Ammonmiak- und keimbelastungen ausgesetzt sein werden. Der Arbeitsschutz ist also nicht ausreichend. Eine Kontaminierung kann also auch nicht ausgeschlossen werden. Diese Menschen müssen rgelemäßig durch Abstrich der Nasen und Rachenschleimhäute auf Multiresistente Keime untersucht werden, damit eine Ausbreitung in der Bevölkerung oder sogar in Krankenhäusern zu verhindern. Bislang gibt es aus Kostengründen keine obligate Quarantäne bei Krankenhausaufnahme. Die Folgekosten sind aber erheblich, die Auswirkungen auf geschwächte Patienten wie auch auf betroffene Arbeiter lebensbedrohlich, da Antibiotika nicht mehr wirksam sind.

In den Angaben zum Arbeitsschutz ist von zwei Arbeitskräften die Rede, in dem Nachtrag vom 26.2.2014 allerdings von dreien, die u.a. die Kontrolle der Tiere vornehmen sollen. Wieviele Arbeitskräfte sollen nun angestellt werden? Wenn es drei sind, inwieweit sind die Angaben zum Arbeitsschutz, worin von zwei Arbeitskräften ausgegangen wird, noch zutreffend?

 

14. Photovoltaikanlagen

 

Durch die aggressiven Ammoniakemissionen aus der Anlage ist von einer durch die Luft auf die Dächer absinkende Filmschicht auszugehen, die eine Reaktion auf den Glasoberflächen der Photopholtaikanlagen bewirkt inform einer anätzenden Verblindung und somit deren Lebensdauer reduziert. 


 

 

 

Ich schließe mich vorsorglich allen weiteren Einwendungen gegen dieses Vorhaben an und bitte um eine Bestätigung des Eingangs meiner Einwendung. Unterschrift: