Massentierhaltung

Massentierhaltung

Immer jene Viren, die etwas anderes sind als die vom vorigen Jahr, haben eine gute Chance, sich weiter zu verbreiten, weil die Immunabwehr sie nicht sofort erkennen und unschädlich machen kann.
So ziehen sie in ihren Wirten um die Welt und ändern laufend ihre Gestalt.
Das gibt es seit zigtausend Jahren. Durch Massentierhaltung und sehr dicht Population in Schweine-, Geflügel- und anderen Tierfarmen aber auch in den dicht besiedelten Armenviertel mancher Großstädte können Grippeviren sich sehr schnell vermehren.
Besonders dann, wenn sie auf ungeschützte Wirte treffen, die noch nie Kontakt mit ähnlichen Viruspartikeln gehabt haben.
In großen Geflügelfarmen kann es zur explosionsartigen Virusvermehrung bei Vögeln  (Vogelgrippe) kommen.
Diese vogelspezifischen Viren können in Einzelfällen sogar den Farmer krank machen, besonders dann, wenn dieser ein geschwächtes Immunsytem aufweist.
Das nennt man dann eine Zoonose und diese Bedarf nicht der Entstehung neuer gefährlicher Virustypen.
Schweine in Massentierhaltung werden deshalb oft geimpft, Menschen, die zum Beispiel auch zu Grippe-Zeiten U-Bahn fahren oder eng gepferscht in Wartezimmern sitzen müssen, sollten sich aus gleichem Grund impfen lassen.
Die Virologen in aller Welt spüren den Viruswanderungen nach und die Namen der Virus-Stämme zeigen deren globale Verbreitung:
Brisbane, Florida, Yamagata, Honkong, Vietnam und viele mehr.

Quelle: zm 99, Nr, 17 A, 1.9.2009, (2228)