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Einwendungsschreibengenerator





Einwendung
gegen die geplante Hähnchenmastanlage des Investors … gemäß Bekanntmachung …. vom … im Außenbereich von …., Flur und Flurstück …., (beantragte Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb von … mit je Tieren incl. … )

 

Sehr geehrte Damen und Herren,


gegen diesen Antrag bzw. Genehmigung und Bau dieser Anlage mache ich folgende Einwendungen geltend:

 

1. Die Unterlagen sind unvollständig, es fehlen insbesondere Unterlagen zur UVP.


2. Die Belastung der Anwohner und ihrer Gesundheit durch Emissionen / Immissionen (Gerüche, Keime, Ammoniak, Bioaerosole etc.) ist in den Unterlagen nicht ausreichend und zutreffend ermittelt/dargestellt. Insbesondere sind die Windverhältnisse zu wenig orts-spezifisch erfasst. Vorbelastungen sind nicht bzw. unzutreffend berücksichtigt. Der Radius zur Erfassung der Beeinträchtigungen von Bürgern ist zu eng, deshalb werden die Belastungen relevanter Anwohner nicht erfasst. Es fehlt ein Gutachten zur Keimbelastung (siehe z.B. auch aktuelle Vorgaben des Landkreises Emsland, die Filtererlasse in etlichen Bundesländern und die neue Rechtsprechung des OVG Niedersachsen). Die Regelungen hinsichtlich der Filteranlagen-Regelung gehen zu Lasten der Anwohner und der Umwelt.

3. Die Ställe haben keine ausreichende bzw. keine ausreichend gesicherte Zuwegung bzw. Erschließung.

 

4. Der Wert von Immobilien sinkt, da niemand in der Nähe solcher Ställe wohnen will und die Immobilien nicht ohne starke finanzielle Verluste zu verkaufen sind.

 

5. Der Stallbau beinhaltet systemimmanent die Tatsache, dass die Tiere während der gesamten Mastzeit – ohne Nachstreumöglichkeit – auf ihrem eigenen Kot stehen und dass regelhaft 70 – 100 % der Tiere an Fußballen-Dermatitis erkranken. Dies ist mit dem Tierschutzgesetz und den daraus abgeleiteten Verordnungen und Bestimmungen nicht vereinbar, auch nicht mit den Vorgaben der EU und den Berichten der EFSA/AHAW.

6. Bei der geplanten Auslegung der Ställe und seinen Ausmaßen ist eine ordnungsgemäße Luftzu- und –abfuhr nicht gewährleistet. Die mit dem Brandschutz verbundenen Anforderungen sind nicht erfüllt, auch hinsichtlich des Löschwassers bei Stromausfall. Für den Fall des Versagens der Lüftungs- und Alarmanlagen ist keine ausreichende Vorsorge gegen das Verenden der Tiere getroffen. Es fehlt das nach der Bauordnung erforderliche Brandschutz-Gutachten über die Rettung und Evakuierung der Tiere.

7. Die Kontingentierung gem. Geruchs-Immissions-Richtlinie ist nicht berücksichtigt.


8. Das Vorhaben führt zu erheblichen Nachteilen der bäuerlich wirtschaftenden Betriebe und der Freiland-Geflügelhaltung.

 

9. Das Vorhaben ist wegen fehlender Voraussetzungen weder nach § 35.1.1. noch nach § 35.1.4. BauGB zu privilegieren, die Berechnung und Ermittlung der Futterflächen gemäß § 201 BBauGB ist nicht richtig.

10. Die Angaben zu den Mastendgewichten sind zweifelhaft.

10. Die Auswirkungen der Emissionen und N-Niederschläge auf benachbarte Biotope sind nicht ausreichend berücksichtigt.



Ich schließe mich vorsorglich allen anderen weiteren Einwendungen an.

Mit der Bitte um Bestätigung des Eingangs und mit freundlichen Grüßen